Erbschaft dieser Zeit

Gesamtausgabe in 16 Bänden, Band 4. stw-Werkausgabe. Mit einem Ergänzungsband

  • Softcover
  • 415 Seiten
  • Nachdruck553. suhrkamp taschenbücher wissenschaft
  • 108 mm x 177 mm x 22 mm
  • Erscheinungsdatum: 30.06.1985
  • Artikelnummer 978-3-518-28153-6

Softcover

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Auf den Merkzettel

Ernst Bloch Werkausgabe


Spuren


Thomas Münzer als Theologe der Revolution


Geist der Utopie. Zweite Fassung


Erbschaft dieser Zeit


Das Prinzip der Hoffnung


Naturrecht und menschliche Würde


Das Materialismusproblem, seine Geschichte und Substanz


Subjekt-Objekt. Erläuterungen zu Hegel


Literarische Aufsätze


Philosophische Aufsätze zur objektiven Phantasie


Politische Messung, Pestzeit, Vormärz


Zwischenwelten in der Philosophiegeschichte


Tübinger Einleitung in die Philosophie


Atheismus im Christentum


Experimentum Mundi


Geist der Utopie. Erste Fassung


Ergänzungsband: Tendenz-Latenz-Utopie
Der Staub


Halb


Muff


Der Klatsch


Wissende Augen


Aus Nah und Fern


Schreibender Kitsch


Haltlos


ERSTER TEIL: ANGESTELLTE UND ZERSTREUUNG


Der Matte


Die Kragen


Kleine Stadt


Künstliche Mitte


Der glänzende Filmmensch


Unter dem Strich


Ein Sieg des Magazins


Beschreibender Schein


Ersatz und neu


ZWEITER TEIL: UNGLEICHZEITIGKEIT UND BERAU SCHUNG


Die Dunkeln


Sprung zurück


Wut und Lachlust


Sachsen ohne Wald


Rauhnacht in Stadt und Land


Amusement Co., Grauen, Drittes Reich


Inventar des revolutionären Scheins


Neue Sklavenmoral der Zeitung


Gauklerfest unterm Galgen


Aus der Geschichte der großen Verschwendung


Rassentheorie im Vormärz


Mythos Deutschland und die ärztlichen Mächte


Zusammenfassender Übergang: Ungleichzeitigkeit und Pflicht zu ihrer Dialektik


A. Früher Zustand


B. Ungleichzeitigkeiten, berichtet


C. Ungleichzeitigkeit und Gleichzeitigkeit, philosophisch


Logische Beschaffenheit der ungleichzeitigen Widersprüche


Problem einer mehrschichtigen Dialektik


Echt ungleichzeitiger Rückstand


D. Zur Originalgeschichte des Dritten Reiches


Der künftige Befreier


Das diesseitige Evangelium


Chiliasmus oder die Erde als Paradies


Fazit für einen Teil der konkret-utopischen Praxis


E. Nicht Hades, sondern Himmel auf Erden


Aufklärung und dialektische Weisheit zugleich


Beispiele der Verwandlung


Erinnerung: Hitlers Gewalt


Schlussform: Romantische Hakenbildung


Die bunte Flucht


Über Märchen, Kolportage und Sage


Der Däumling


Die Silberbüchse Winnetous


Traumschein, Jahrmarkt und Kolportage


Das Riesenspielzeug als Sage


Okkulte Phantastik und Heidentum


Erlerntes Gruseln


Science drolatique


Geheimniskrämerei als Großbetrieb


Verborgene Qualität


Gesänge der Entlegenheit


Attrappe mit Gift


DRITTER TEIL: GROSSBÜRGERTUM, SACHLICHKEIT UND MONTAGE


Der Ruck


Neues Eckfenster


Ludwigshafen - Mannheim


Übergang: Berlin, Funktionen im Hohlraum


Der Schwung


Sachlichkeit, unmittelbar


Sachlichkeit, mittelbar


Montage, unmittelbar


Nochmals Montage: höherer Ordnung


Montage, mittelbar


Die Leere


Das Schiffshaus


Zur Dreigroschenoper


Zeitecho Stravinskij


Romane der Wunderlichkeit und montiertes Theater


Ein Leninist der Schaubühne


Der Expressionismus, jetzt erblickt


Diskussionen über Expressionismus


Das Problem des Expressionismus nochmals


Relativismen und Leer-Montage


Das Auge


Die Fiktiven


Die Empiristen


Laxer, sozialer und physikalischer Relativismus


Soziale Reflexionen


Physikalischer Relativismus


Grundstock der Phänomenologie


'Ontologien' der Fülle und Vergänglichkeit


Existenzerhellung und Symbolschau 'quer zum Dasein'


Tribut der Tugend an das Laster


Anhang: Spenglers Raubtiere und relative Kulturgärten


Philosophien von Unruhe, Prozeß, Dionysos


Der kluge Rausch


Der gesprenkelte Urfluß


Romantik des Diluvium


Imago als Schein aus der 'Tiefe'


Bergsons Elan vital


Der Impuls Nietzsche


Denkende Surrealismen


Die Hand im Spiel


Revueform in der Philosophie


Rettung Wagners durch surrealistische Kolportage


Hieroglyphen des XIX. Jahrhunderts


Viele Kammern im Welthaus


Aktuelle Quere: Angst vorm 'Chaos'


Fahne rot und gold


Glaube ohne Lüge

Ernst Bloch
Ernst Simon Bloch wurde am 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein geboren und starb am 4. August 1977 in Tübingen. Er entstammte einer jüdischen Familie aus der Pfalz. Von 1905 bis 1908 studierte er Philosophie bei Theodor Lipps in München und Oswald Külpe in Würzburg und wurde im Jahr 1908 promoviert. 1913 heiratete er die aus Riga stammende Bildhauerin Else von Stritzky. Als engagierter Gegner des Krieges ging er von 1917 bis 1919 mit seiner Frau in die Schweiz und war in Bern für das Archiv für Sozialwissenschaften tätig. 1917 beendete er in Locarno sein Werk Geist der Utopie. Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau heiratete er 1922 die Malerin Linda Oppenheimer. Die Ehe hielt bis 1928. In der Zwischenzeit kehrte Bloch zurück nach Berlin. Zu seinen damaligen Freunden gehörten Bertolt Brecht, Kurt Weill, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin. Politisch war Bloch sehr aktiv und bekämpfte schon früh die aufstrebende NSDAP. Nach Hitlers Machtübernahme wurde er ausgebürgert und emigrierte mit seiner ebenfalls jüdischen Lebensgefährtin Karola Piotrowska in die Schweiz. Nachdem sie von der Züricher Fremdenpolizei des Landes verwiesen wurden, heirateten beide 1934 in Wien. Von 1934 bis 1937 lebten sie in Paris, Sanary und Prag und emigrierten anschließend in die USA, wo sie zehn Jahre blieben. Dort schrieb Bloch an seinen Werken Das Prinzip Hoffnung, Subjekt - Objekt. Erläuterungen zu Hegel und Naturrecht und menschliche Würde. Nach dem Krieg, 1948, erhielt er einen Ruf nach Leipzig auf den Lehrstuhl für Philosophie. Trotz langjähriger Konflikte mit der SED blieb er bis 1961 dort. Kurz vor dem Bau der Mauer befand sich Bloch für einen Vortrag in Tübingen. Angesichts der neuen politischen Situation beschlossen er und seine Frau, in Westdeutschland zu bleiben. Unter anderem aufgrund des großen Einsatzes von Freunden konnte Bloch eine Gastprofessur in Tübingen antreten, wo er bis zu seinem Tod 1977 blieb.

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